Goya – eine überragende Erscheinung der Kunstgeschichte

Goya – eine überragende Erscheinung der Kunstgeschichte
Selbstporträt – Prado Madrid

Francisco José de Goya y Lucientes war der wohl begabteste und vielschichtigste Künstler Spaniens, eine überragende Erscheinung der Kunstgeschichte, der alle Techniken beherrschte und bis ins hohe Alter perfektionierte. Er verfügte über eine ausgezeichnete Beobachtungsgabe, die sich nicht nur an der Natur, sondern insbesondere auch an den politischen und gesellschaftlichen Begebenheiten seiner Zeit ausrichtete. Er prangerte die Missstände der Gesellschaft an, die Gräueltaten des Krieges, aber auch die Dummheit der Menschheit ganz allgemein, ihre Fehler und Schwächen. Seine pessimistische Weltsicht, geprägt von seiner katholischen Gläubigkeit in Verbindung mit den Erfahrungen und Erlebnissen durch Krieg und Vernichtung und den Freiheitsgedanken der Französischen Revolution, findet sich in seinen Zeichnungen und Grafiken wieder, die auch sein eigenes Schicksal spiegeln. Denn der junge Goya wollte gerne aufsteigen in der adeligen Gesellschaft, wollte Gefallen finden bei Hofe, was ihm aber lange Zeit versagt blieb. So sehr er sich auch um die Gunst der Madrider Aristokratie und ihrer Akademie der Künste bemühte, die strengen Hierarchien verhinderten den Aufstieg des unbekannten Malers aus der Provinz. Erst spät fand er die gewünschte Anerkennung, wurde durch König Carlos III. sogar zum Hofmaler ernannt, portraitierte die Königsfamilie Carlos IV. und wurde schließlich doch noch in die Akademie aufgenommen. Dennoch blieb er Untergebener, selbst im Kreise der Akademiekollegen hatte er keinen leichten Stand. Schließlich löste er sich vom Hof, von der Akademie und deren Zwängen. Am Ende emigrierte er nach Bordeaux, wo er im hohen Alter von 81 Jahren starb.

Geboren wurde Francisco Goya am 30. März 1746 in Fuendetodos in der Provinz Saragossa im Hause seines Onkels. Seine Mutter Gracia Lucientes hielt sich mehr bei ihrem Bruder, denn bei ihrem Mann José in Saragossa auf. Francisco war das vierte Kind der Familie, zwei weitere folgten. Wie in jener Zeit üblich übernahm der älteste Sohn Tomás die einst sehr gut gehende Vergolderwerkstatt des Vaters. Francisco musste sich einen eigenen Beruf und Broterwerb suchen. Mit 13 Jahren entschied er sich für eine Ausbildung als Maler bei José Luzán, der wie viele seiner Zeitgenossen die Akademisierung der Kunst in Spanien voranbringen wollte. Luzán ermöglichte Goya den Zugang zu einflussreichen Kreisen und Förderern der Künste und so lernte Goya auch Francisco Bayeu kennen, der ebenfalls eine Ausbildung bei Luzán machte und dessen Schwester Josefa 1773 Goyas Frau wurde. Im selben Jahr siedelte er nach Madrid über. Als Maler aus der Provinz musste er eine akademische Ausbildung anstreben und um am Hofe anerkannt zu werden, benötigte er Bürgen. Talent alleine reichte nicht, ohne Beziehungen war kein Fortkommen. Er war deshalb weiter als Kirchenmaler in der Provinz tätig und machte auch vor unfairen Mitteln nicht halt, um an Aufträge zu kommen. So schlug er seine Konkurrenz mit niedrigen Kostenvoranschlägen aus dem Feld, konnte dann aber die erwarteten Leistungen nicht erbringen. Er sparte an der Ausmalung der Figuren, was ihm den Unmut seiner Auftraggeber einbrachte. Die Tätigkeit als Maler in der königlichen Teppichmanufaktur schließlich eröffnete ihm den Weg zum spanischen Hof, er wurde Hofmaler, portraitierte die königliche Familie und wurde mit dem Gemälde eines Kruzifixes schließlich doch in die Akademie in Madrid aufgenommen. 1785 wurde er Professor mit der Verpflichtung, Schüler zu unterrichten. Obwohl er mehrfach für die unterschiedlichsten Positionen in der Akademie vorgeschlagen wurde, unterlag er stets seinen Mitbewerbern. Dennoch war er in den 1780er Jahren mit sich und seinem Leben durchaus zufrieden, das jedenfalls schrieb er einem Schulfreud aus Saragossa, dem er ein Leben lang verbunden blieb. In dieser Zeit versuchte er gar ein Leben als Höfling zu führen, kaufte sich ein Pferd und eine Kutsche. Doch schon die erste Ausfahrt endete mit einem Unfall.

Die Privilegien, die ihm die Aufnahme in der Akademie bescherten, führten unter anderem dazu, dass Goya sich nicht mehr um Aufträge bemühen musste, sie kamen endlich von selbst. Doch die Verunsicherungen durch die Französische Revolution machten auch vor Goya nicht Halt. Plötzlich war ihm die Anerkennung am Hofe nicht mehr so wichtig und er hielt Kunst nicht mehr für erlernbar. Inwieweit diese äußeren Umstände zu seiner schweren Krankheit 1793 beitrugen, kann man nur mutmaßen. Goya wurde taub, musste die Taubstummensprache erlernen und zog sich von allen Ämtern zurück. Die Erkrankung erschien wie eine Flucht, sie war der Ausweg aus seinem bis dahin so starken Drang nach Posten und Bedeutung. Er sympathisierte mit dem französischen Zeitgeist, machte sich in Radierungen über die ererbten Privilegien und das aristokratische Erbfolgeprinzip lustig. Er stellt aber auch die Laster und das Fehlverhalten der Menschen dar, die Dummheit des Volkes. Gleichzeitig forderte er die Abkehr von der akademischen Lehre, vom ästhetischen Idealbild hin zur Abbildung der ungeschönten Natur. Er arbeitete jetzt für den anonymen Markt. Seine Radierungen waren für die breite Masse gedacht und mussten von ihr verstanden werden. Seine Stierkampfbilder etwa waren einerseits Abbilder der spanischen Kultur, andererseits aber auch eine Anspielung auf den Kampf gegen den französischen Erzfeind, der vom Volk bekämpft wurde. Nach dem spanischen Aufstand schlug Goya sich auf die Seite der Volksmassen und machte die Grausamkeit des Krieges in weiteren Radierungen sichtbar. Mitten in dieser turbulenten Zeit starb seine Frau Josefa. Goya blieb nur der 1784 geborene Sohn Francisco Javier und der 1806 geborene Enkel Mariano. 1824 verließ Goya Spanien und ließ sich nach einem Kuraufenthalt mit seiner Lebensgefährtin Leocardia und deren Kinder ganz in Bordeaux nieder. Glücklich war er nicht, auch wenn er Klima, Essen und Unabhängigkeit sehr zu schätzen wusste. 1826 und 1827 reiste er nochmals nach Madrid, um seine Pensionierung durchzusetzen und seine Familienangelegenheiten zu regeln. 1828 kamen Schwiegertochter Gumersinda und Enkel Mariano zu Besuch nach Bordeaux. Ein Besuch, über den sich Goya sehr gefreut haben soll. Es war das letzte Mal, dass er seinen Enkel sehen sollte: Francisco Goya starb am 16. April 1828. In seinen letzten Skizzenbüchern hatte er die Themen Alter und Wahnsinn aufgegriffen. Seine Greise sind hilflose Riesen, wie er am Ende selbst einer war. /sis

Bildbeschreibungen: 1) Dem Krieg und seinen Gräueltaten widmete Goya eine ganze Serie von Zeichnungen. 2) Erst strebte Goya nach Anerkernnung in Adelskreisen, dann macht er sich über sie in den Caprichos (hier Blatt 39) lustig. 3) Auch dem Stierkampf widmete er eine Sammlung, Tauromaquia Nr. 11. 4) Furcht beherrschte Goyas Träume, das kam auch in seinen Zeichnungen zum Ausdruck. 5) Das Familienportrait Karls IV. hängt heute im Prado in Madrid. (alle Bilder frei).

Giuseppe Verdi: Ein Jetset-Leben

Giuseppe Verdi: Ein Jetset-Leben
Giuseppe Verdi (1813 – 1901)

Wie die meisten großen Künstler war Giuseppe Verdi am Ende seines Lebens wirklich reich. Er besaß Ländereien, betrieb Ackerbau und Viehzucht im großen Stil, lebte im Frühjahr und Sommer in seiner Villa Sant’Agata in der Nähe von Busseto und verbrachte die Winter in Genua und Mailand. Ein Jetset-Leben würde man heute sagen. Aber dafür musste Verdi hart arbeiten. Am Ende seines Lebens hatte er neben geistlicher Musik, Kammermusik und Kantaten 32 Opern komponiert, darunter die weltberühmten Opern “Nabucco”, “Rigoletto” und “Aida”. Für Verdi stand stets die Bühnenwirksamkeit seiner Werke im Mittelpunkt. Er hatte eine Vorliebe für Shakespeare und kämpfte mit der von Kritikern erdachten Konkurrenz zu Richard Wagner.

Giuseppe Verdi lernte früh, welche Bedeutung Geld hat und strebte deshalb von Anfang an nach finanzieller Unabhängigkeit. Dabei begann seine Karriere alles andere als erfolgversprechend. Verdi wurde am 10. Oktober 1813 in Le Roncole in der Provinz Parma, damals zum französischen Kaiserreich gehörend, geboren. Der Vater, Carlo Verdi, war Gastwirt und Lebensmittelhändler, die Mutter, Luigia Uttino, stand in der Gaststube, wenn der Vater zum Einkauf von Waren unterwegs war. Zwei Jahre später kam seine Schwester Giuseppa zur Welt. Als Verdi vier Jahre alt war, lernte er beim Dorflehrer lesen und schreiben und bekam später seinen ersten Orgelunterricht, denn es war die Musik, die den eher schüchternen kleinen Jungen begeisterte. Damit war klar, Verdi sollte später Organist werden. Verdis Vater kaufte dem damals erst Siebenjährigen ein gebrauchtes Spinett, das Giuseppe bis an sein Lebensende in Ehren hielt. Obwohl Verdi also in relativem Wohlstand aufwuchs, dachte er später an seine Kindheit stets in Verbindung mit Armut zurück, doch war es eher die Abhängigkeit von anderen, die Verdi geprägt haben musste. Mit zehn Jahren wechselte er aufs Gymnasium nach Busseto, mit zwölf erhielt er beim Kapellmeister und Komponist Ferdinando Provesi Harmonielehre und Kompositionsunterricht. Von da an komponierte Verdi selbst und konnte mit dem Orchester der Philharmonischen Gesellschaft von Busseto seine Kompositionen auch gleich ausprobieren und aufführen. Proben und Konzerte fanden im Haus des Präsidenten der Gesellschaft statt, dem Kaufmann Antonio Barezzi, der Verdi 1831 bei sich aufnahm. Die beiden verband eine tiefe Freundschaft, die 38 Jahre hielt.

Provesi aber drängte Verdi zum Studium am Mailänder Konservatorium, doch Verdi bestand die Aufnahmeprüfung nicht, eine Niederlage, die er nie verwunden hat. Noch im Alter von 84 Jahren empörte er sich über das Konservatorium, sprach von einem „Anschlag auf seine Existenz“. Dennoch blieb Verdi in Mailand, nahm Unterricht bei einem Lehrer des Konservatoriums und lebte bei einem Bekannten Barezzis, der sich allerdings in Briefen fortgesetzt über Verdi beklagte. Verdi zog deshalb in ein anderes Zimmer in der Nähe der Scala, in der er als Zwanzigjähriger auch gleich einen ersten Erfolg feierte. Bei einer Probe von Haydns „Schöpfung“ vertrat er den erkrankten Cembalisten mit so viel Hingabe, dass man ihm gleich die Aufführung des Oratoriums übertrug. Obwohl Mailand mit seinen Konzerten und Maskenfesten den jungen Verdi sehr beeindruckte, kehrte er 1833 nach Busseto zurück, um dort die frei gewordene Stelle des Organisten und Kapellmeisters anzutreten, die aber der Bischof unter der Hand bereits anderweitig vergeben hatte. Verdi blieb in Busseto, arbeitete wieder mit den Philharmonikern zusammen und bekam 1836 schließlich die Stelle des städtischen Musikdirektors. Im selben Jahr heiratete er Barezzis Tochter Margherita, 1837 kam Tochter Virginia und ein Jahr später Sohn Icilio Romano zur Welt. Virginia starb 1838. Zu der Zeit unternahm Verdi allerlei Versuche, seine erste Oper zur Aufführung zu bringen. Da er in Busseto damit nicht weiterkam, zog er mit seiner Familie nach Mailand. Die Premiere 1839 war nicht gerade ein Triumpf, brachte ihm aber einen Auftrag für drei weitere Opern ein. Doch dann starb auch noch sein Sohn und 1840 seine Frau Margherita. Völlig verzweifelt kehrte Verdi nach Busseto zurück und vergrub sich lange Zeit im Hause seines Schwiegervaters. Mailand aber entließ ihn nicht aus dem Vertrag und so blieb ihm nichts anderes übrig, als die angefangene Oper zu Ende zu komponieren. Die Premiere wurde ein Fiasko.

Durch Zufall fiel Verdi das Textbuch zu „Nabucco“ in die Hände. In den Versen fand er die polititschen Erfahrungen und Träume seines eigenen Volkes wieder, die ihn zu seiner weltberühmten Musik inspirierten. Mit der Premiere 1842 avancierte Verdi zum Star der Mailänder Oper. Schon 1844 konnte er ein Anwesen in Villanova sull’Arda, drei Kilometer nordwestlich von Busseto, mit Wiesen und Weingärten erwerben und ein Jahr später kaufte er sich den Palazzo Cavalli in Busseto. Denn endlich konnte Verdi seine Verträge selbst aushandeln und auch die Höhe seiner Honorare selbst bestimmen. Bis 1850 schrieb er zwölf weitere Opern. Die Arbeitsbelastung empfand er als enorm, zudem litt er unter Magenbeschwerden, Bronchitis und Rheuma. Dazu kam die Zensur des Staates über die Theater, vieles war verboten und mancher Schriftsteller, wie beispielsweise Victor Hugo, per se verdächtig. 1849 besuchte die Sängerin Giuseppe Strepponi Verdi in seiner Villa in Busseto, damals ein Skandal. 1851 zogen die beiden in das zur Villa Sant’Agata aufwendig umgebaute Gutshaus in Villanova sull’Arda. Verdi eignete sich Kenntnisse in Acker- und Weinbau an und kannte sich bald auch in der Rinder- und Pferdezucht bestens aus. Er entwickelte eine Leidenschaft für das Landleben, die ihn bis ans Lebensende begleitete. 1859 schließlich heiratete er Giuseppa Strepponi. 1860 musste er nach vier Jahren des Müßiggangs einen Auftrag aus St. Petersburg annehmen, er brauchte Geld, die Zukäufe von Land und der Umbau des Hauses hatten Unsummen verschlungen. 1864 war die Villa Sant’Agata aber zu einem Paradies geworden, großbürgerlich eingerichtet, mit Skulpturen und Bildern, die Verdi und seine Frau von ihren Reisen mitgebracht hatten, auch seltene Pflanzen waren dabei.

Frühjahr und Spätsommer verbrachte das Paar in Sant’Agata, wo Verdi rund 200 Land- und Bauarbeiter beschäftigte. Sie luden sich Gäste ein, die Verdi gelegentlich sogar selbst bekochte, sie spielten gerne Karten oder Billard. Im Hochsommer ging es zur Kur nach Tabiano, einmal im Jahr nach Mailand und recht häufig nach Paris. Nach einem Schwächeanfall 1886 konzentrierte sich Verdi ganz auf die Landwirtschaft, baute eine Meierei, um den Bewohnern der Umgebung Arbeit zu verschaffen und ließ sogar ein Krankenhaus erbauen. Doch ohne zu komponieren konnte Verdi auf Dauer nicht leben. So entstand “Otello”. Am Tag der Uraufführung 1887 waren schon zur Mittagszeit alle Straßen in Mailand verstopft und die Viva-Verdi-Rufe wollten kein Ende nehmen.

Im Mai 1889 begann er mit den Arbeiten zu seiner letzten Oper “Falstaff”. Nur war Verdi inzwischen von dem Gedanken besessen, die Arbeit nicht mehr beenden zu können. Tatsächlich erlitt er 1897 einen Schlaganfall und im November des gleichen Jahres starb seine zweite Ehefrau Giuseppa. Verdi schrieb sein Testament, in dem er viele soziale Einrichtungen bedachte. Am 21. Januar 1901 folgte der zweite Schlaganfall, am 27. Januar starb Verdi. Am 26. Februar 1901 wurden beide Särge in die Kapelle der Casa di Riposo, einem Altenheim für Sänger und Musiker, das Verdi gestiftet hatte, überführt. Über 300.000 Menschen reihten sich in den Trauerzug ein, um Abschied zu nehmen von dem Komponisten, der über 50 Jahre lang die Openwelt dominierte und noch heute begeisterte Anhänger hat. /sis

Bühnenbild zu “Rigoletto” (Foto: Bregenzer Festspiele)

Lesen Sie dazu auch: “Rigoletto” – ein schaurig schönes Meisterwerk

Buchempfehlung: Barbara Meier, Giuseppe Verdi, Rowohlt E-Book 2013, 154 Seiten, ISBN 978-3-6444969-10

 

“Rigoletto” – ein schaurig schönes Meisterwerk

“Rigoletto” – ein schaurig schönes Meisterwerk
Das Bühnenbild der Bregenzer Festspiele 2019/2020 für Verdis Meisterwerk “Rigoletto”, entworfen von Regisseur Philipp Stölzl, der schon in Filmen wie “Der Medicus” für spektakuläre Szenen sorgte. (Foto: Bregenzer Festspiele/Andreas Beitler)

Sein Titelheld sei in seiner dramatischen Qualität eines Shakespeare würdig, soll Giuseppe Verdi über seinen „Rigoletto“ gesagt haben. Verdi bewunderte die englischen Dramatiker und soll wohl sogar darüber nachgedacht haben, die Geschichte des sagenumwobenen Königs Lear in eine Oper umzusetzen. Er entschied sich aber für Rigoletto, den Hofnarren des lüsternen Herzogs von Mantua und erzählt in seiner gleichnamigen Oper die tragische Geschichte von der Entführung und Ermordung von Rigolettos Tochter Gilda nach Victor Hugos Drama „Le Roi s’amuse“ von 1832. Weltweit bekannt ist die Arie „La donna è mobile“ (O wie so trügerisch sind Weiberherzen), die der Herzog von Mantua im dritten Akt singt.

In diesem und im kommenden Jahr ist Verdis schaurig schönes Meisterwerk in der Inszenierung von Philipp Stölzl auf der Seebühne in Bregenz zu sehen. Premiere war am 17. Juli und wie immer überrascht Bregenz mit einem ganz besonderen Bühnenbild, das im Übrigen auch von Philipp Stölzl stammt. Es zeigt einen über 13 Meter hohen und bis zu 11 Meter breiten Clownskopf und zwei überdimensionale Hände, die das zirkushafte Treiben am Hof des Herzogs symbolisieren.

Uraufgeführt wurde die Oper 1851 am Teatro La Fenice in Venedig. Das Libretto, also das Textbuch, stammt von Francesco Maria Piave, von 1844 bis 1860 Regisseur am Teatro La Fenice. Der Stoff hat von Anfang an für Diskussionen gesorgt. Hugos Theaterstück wurde nach der Uraufführung 1832 in Paris gar verboten. Verdis Oper wurde vom Publikum gefeiert, rief aber auch herbe Kritik hervor. Einige Zeitgenossen hielten die Geschichte für anstößig, fühlten sich von der buckeligen Titelfigur abgestoßen und empfanden den lasterhaften Herzog gar als Skandal.

„Rigoletto“ erzählt die Geschichte eines Krüppels und Narren, der gesellschaftliche Anerkennung sucht. Er will dazu gehören und überschüttet die Männer und Väter der Frauen, mit denen sich der Herzog von Mantua amüsiert, mit Hohn und Spott. Damit zieht er den Zorn seiner Mitmenschen auf sich und stürzt letztlich sich und seine Tochter Gilde ins Unglück. Die Geschichte beschreibt zugleich aber auch die unüberwindbare Kluft zwischen moralischem Anspruch der Gesellschaft und dem zügellosen Treiben eines ihrer hochrangigen Mitglieder, der sich an ein Bürgermädchen heranmacht. Kein Wunder, dass sich die selbstbewusste, bürgerliche Gesellschaft des 19. Jahrhunderts darüber empörte. Doch Ausgrenzung und nach Anerkennung buhlende Menschen gibt es heute wie damals. Und so ist Verdis „Rigoletto“ noch immer aktuell, ein Spiegelbild der menschlichen Gesellschaft mit all ihren Abgründen. /sis

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Richard Wagner – Ein Genie mit allen erdenklichen Schwächen

Richard Wagner – Ein Genie mit allen erdenklichen Schwächen
Richard Wagner 1813 – 1883

Genie und Wahnsinn liegen bekanntlich dicht beieinander. Auf keinen unserer meisterlichen Komponisten trifft das ehe zu als auf Richard Wagner, der unvergängliche Meisterwerke klassischer Musik schuf und nebenbei noch die Oper revolutionierte.

Leicht war sein Leben nicht, auch nicht als er längst bei Märchenkönig Ludwig II. am Tisch saß. Schuld daran war zum Teil sicher seine sehr schwierige Kindheit und Jugend. Richard Wagner wurde am 22. Mai 1813 in Leipzig geboren, in jenem verheerenden Kriegsjahr, in dem Napoleon Bonaparte mit 200.000 Soldaten in die damals mit 32.000 Einwohnern nicht gerade große Stadt einfiel und sich mit 350.000 Preußen, Österreichern und Russen eine gnadenlose Schlacht lieferte.  Am 19. Oktober war Napoleon geschlagen und Leipzig zerstört, tote Menschen und Pferde säumten die Straßen. Wenig später brach eine Typhus-Epidemie aus, durch die der gerade einmal sechs Monate alte Richard seinen Vater Friedrich Wagner verlor. Von ihm existierte kein einziges Foto, so dass es für Richard keine Erinnerung an seinen leiblichen Vater gab. Damit hatten die Katastrophen im Hause Wagner aber kein Ende, auch seine erst vierjährige Schwester, seine Großmutter und zuletzt sein älterer Bruder Gustav starben innerhalb weniger Jahre. 1814 zog die Familie nach Dresden, wo die Mutter Ludwig Geyer, einen Freund der Familie heiratete. Doch als Richard acht Jahre alt war, starb auch der Stiefvater. Man kann sich vorstellen, dass die nicht endende Trauer dem Jungen arg zugesetzt haben muss. Vielleicht suchte er deshalb Zuflucht in den großen deutschen Heldengeschichten? Das Thema Erlösung jedenfalls zieht sich durch sein Leben und Werk wie ein roter Faden. Denn zu all dem Leid kamen gesundheitliche Probleme und eine ganze Reihe menschlicher Schwächen, die Wagner allesamt in sich vereinte: Er war furchtbar geräuschempfindlich, musizierende Nachbarn machten ihn zum Vagabunden, der innerhalb kürzester Zeit mehrfach umzog, was ihn nicht zuletzt auch an den Rand des finanziellen Ruins brachte. Er verabscheute schlechte Gerüche, weswegen er sich in Kölnisch Wasser-Duftwolken hüllte. Schon Straßenstaub reizte seine überempfindliche Haut so sehr, dass er sich mit edlen Stoffen davor zu schützen suchte, obwohl ihm dafür eigentlich das Geld fehlte. Er litt an Durchfällen, war ausgesprochen wetterfühlig, wurde obendrein rasch seekrank und machte mit seinen Wutausbrüchen nicht nur seinen beiden Ehefrauen Minna und später Cosima den Alltag schwer. Zudem konnte er nicht mit Geld umgehen und vor allen Dingen auch nicht die Finger von anderer Männer Frauen lassen. Richard Wagner war zweifelsohne gesundheitlich und psychisch ein wahres Wrack. Aber er war auch sehr humorvoll und tierlieb. Mitleid nannte er selbst einen der Grundzüge seines Charakters. Das verdeutlicht etwa eine Reise nach Paris, die er trotz seiner Seekrankheit lieber mit dem Schiff unternahm, weil er seinem Hund Robber, ein Neufundländer, die lange Reise über Land nicht zumuten wollte.

1821, also mit neun Jahren, hatte Wagner schließlich bei Karl Geyer, dem Bruder seines Stiefvaters, in Eisleben Gelegenheit, Webers Oper „Der Freischütz‘“ zu sehen. Danach war für ihn ganz klar, er will ein berühmter Opernkomponist werden, der seine eigenen Werke vertont. Damals lagen Text und Musik einer Oper in verschiedenen Händen. Wagners Idee war deshalb revolutionär. Zehn Jahr später schließlich begann er ein Musikstudium in Leipzig, 1834 trat er eine Stelle als Musikdirektor der Magdeburger Theatergesellschaft an und lernte dort seine erste Ehefrau, die Schauspielerin Minna Planer, kennen, die er 1836 heiratete. Hohe Schulden trieben Wagner und seine junge Frau zur Flucht nach London und in die damalige Opernstadt Paris. Erst 1842 gelang Wagner mit seiner in Dresden uraufgeführten Oper „Rienzi“ der Durchbruch. Es folgten Aufträge von allen großen europäischen Bühnen, doch Wagner entschied sich für die Semperoper in Dresden. Seine Beteiligung an der Mai-Revolution 1849 jedoch zwang ihn erneut zur Flucht, mit gefälschten Pässen ging es in die Schweiz. Erst 1862 wurde er amnestiert und zog nach Wien. Dort wollte er „Tristan und Isolde“ inszenieren, doch die Oper erwies sich als zu anspruchsvoll, die Proben wurden eingestellt. Für Wagner bedeutete das erneut ein finanzielles Desaster, wieder blieb nur die Flucht. Diese Erfahrung verstärkte in Wagner den Wunsch, ein eigenes Theater zu besitzen, in dem er auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen musste. Angesichts seiner finanziellen Lage ein nachgerade aussichtsloses Verlangen, wäre da nicht ein Bewunderer in Form des bayerischen Königs Ludwig II. gewesen. Er übernahm Wagners Schulden und hatte durchaus ein offenes Ort für den Traum vom Festspielhaus. Allerdings verscherzte es sich Wagner mit den politisch Verantwortlichen und wurde 1865 vom Hofe verbannt. Sein Weg führte ihn wieder in die Schweiz. Nach dem Tod seiner Frau Minna durfte seine Geliebte Cosima von Bülow, Tochter des Komponisten und Pianisten Franz Liszt, in Wagners Villa am Vierwaldstätter See einziehen. Schon lange hatte Wagner mit ihr ein Verhältnis und eine Tochter, und das obwohl sie noch mit dem Dirigenten Hans von Bülow verheiratet war.

In der Schweiz brachte Wagner aber „Die Meistersinger von Nürnberg“ zu Ende und konnte auch weiter an seinem größten und berühmtesten Werk „Der Ring des Nibelungen“ arbeiten. Seit 1851 saß er daran mit dem Ziel, ein mehrteiliges „Bühnenfestspiel“ als Gesamtwerk zu schaffen, das an vier aufeinander folgenden Tagen aufgeführt werden sollte, insgesamt über 16 Stunden Oper quasi am Stück! Am 21. November 1874 war es fertig und am 13. August 1876 erfolgte die Uraufführung im Festspielhaus Bayreuth vor erlauchtem Publikum, darunter Kaiser Wilhelm I., Peter Tschaikowski und Friedrich Nietzsche.

Die Strapazen seines ruhelosen Lebens blieben indes nicht ohne Folgen. Um seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun, reiste die Familie noch nach Venedig, wo Richard Wagner aber am 13. Februar 1883 starb. /sis

Live aus dem Royal Opera House London
Die Walküre: Bryn Terfel (as Wotan) and Sarah Connolly (as Fricka) (Foto: The Royal Opera House, London)

Was bleibt sind seine großartigen Werke, die noch heute weltweit die Opernhäuser füllen. 2018 etwa stand der zweite der insgesamt vier Teile von „Der Ring des Nibelungen“, auf dem Spielplan des Royal Opera House London, von wo aus „Die Walküre“ Ende Oktober 2018 in über 1500 Kinos in 51 Ländern der Erde übertragen wurde. Eine Liste der Kinos, in denen die Aufführungen des Royal Opera House London zu sehen sind, findet sich hier: https://www.rohkinotickets.de/

Einfach zu viel Liebe für diese Zeit

Einfach zu viel Liebe für diese Zeit
An dem spektakulären Bühnenbild wurde vier Jahre gearbeitet. Foto: Bregenzer Festspiele/Karl Forster

Schon wenn die ersten Töne der berühmten Habanera erklingen, kann man sie vor sich sehen, die rassige Spanierin, die mit wiegendem Gang zu kastagnettengleichen Klängen über die Bühne schreitet: die exotische Zigeunerin Carmen, die die Liebe besingt, die für sie wie ein wilder Vogel ist – nicht einzufangen und doch atemberaubend präsent. Jeder spürt das Knistern, das schon diese Arie bei den Zuhörern auslöst. Bei der Uraufführung 1875 in Paris allerdings kam die Verruchtheit der Hauptfigur weniger gut an. Zu jener Zeit waren verführerische Frauen allenfalls in den heimischen Schlafzimmern gern gesehen, ganz gewiss aber nicht in der Öffentlichkeit. Und dazu die brutale Geschichte, wird Carmen doch am Ende von ihrem verschmähten Liebhaber ermordet. Keine leichte Kost für die Menschen am Ende des 19. Jahrhunderts und genau die wollten sie auf ihren Bühnen erleben: Die Leichtigkeit des Seins wurde im Theater erwartet, nicht Mord und Todschlag. Erst nach einer umfassenden Überarbeitung der nach der literarischen Vorlage von Prosper Mérimée von George Bizet komponierten Oper fand sie das Wohlwollen des Publikums und entwickelte sich zur heute meistgespielten Oper weltweit. Der Autor war selbst in Spanien und hat in der Erzählung seine Reiseeindrücke aufgearbeitet. Der Komponist war begeistert von Geschichten aus fernen Ländern, so wie die meisten seiner Zeitgenossen auch.

Die Geschichte spielt im spanischen Sevilla im Jahre 1820 und erzählt von Carmen, einer verführerischen Zigeunerin, die die Freiheit liebt – in jeder Hinsicht. Sie will frei leben und lieben und wer ihr diese Freiheit nehmen will, erfährt ihre aggressive Seite. So kommt es, dass sie eine Arbeitskollegin in der Zigarettenfabrik verletzt und dafür ins Gefängnis soll. Allerdings betört sie den Wachsoldaten Don José, der ihr schließlich zur Flucht verhilft und dafür selbst hinter Gittern landet. Doch Carmen belohnt ihn dafür nicht mit der Zuneigung, die sich der eher schüchterne Don José erhofft hatte. Sie wendet sich von ihm ab und verliebt sich stattdessen in den weitaus männlicheren Torero Escamillo. „Auf in den Kampf“ – die Arie deutet schon an, was folgt: Während Escamillo in der Arena mit einem Stier kämpft, bringt Don José Carmen vor der Arena um.

In der Inszenierung der Oper im Rahmen der Bregenzer Festspiele 2018 auf der einzigartigen Seebühne wurde Carmen übrigens nicht erstochen, sondern im See ertränkt. Das spektakuläre Bühnenbild mit den übergroßen Händen und durch die Luft wirbelnden Spielkarten greift den Schicksalsmoment auf, in dem Carmen sich die Karten legt, die ihr den Tod voraussagen. /sis

Viel Wohlwollen, einige Auszeichnungen, aber kein Erfolg

Viel Wohlwollen, einige Auszeichnungen, aber kein Erfolg
Der Schöpfer von “Carmen”: George Bizet (1838-1875)

Wer die ersten Takte der Arie „L’amour est un oiseau rebelle“ hört, sieht sofort die rassige Spanierin vor sich, die George Bizet in seiner Oper Carmen zum Leben erweckt hat. Keine andere Arie der Operngeschichte dürfte den gleichen Bekanntheitsgrad genießen wie die „Habanera“. Weiterlesen

Vom Professor zum Kuhhirten und zurück

Vom Professor zum Kuhhirten und zurück
An seinem Geburts- und Sterbeort erinnern Dankmäler an August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, der mit seinen Liedern und Gedichten einen wichtigen Beitrag zur politischen Willenbildung in Deutschland geleistet hat.

Genauso wechselvoll wie die Geschichte der deutschen Nationalhymne ist auch der Lebenslauf ihres Dichters: Heinrich August Hoffmann von Fallersleben, der meist vertonte Dichter seiner Zeit.

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Europäische Hochkultur am Bodensee

Europäische Hochkultur am Bodensee
Ein architektonisches Meisterwerk: Die weltgrößte Seebühne dieser Art in Bregenz. Foto: Pixabay

Wollte man europäische Hochkultur verorten, würde man sich vermutlich gen Österreich wenden. Wien, Opernball, Salzburg und – natürlich – Bregenz mit seiner Seebühne, ein architektonisches Meisterwerk, das Kultur förmlich atmet.

Die Geschichte der Bregenzer Seebühne, die weltgrößte ihrer Art, begann schon gleich im ersten Jahr nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Bregenzer luden nämlich bereits 1946 zur ersten Bregenzer Festwoche ein. Mozarts „Bastien et Bastienne“ kam genau da, wo Bregenz am schönsten ist, zur Aufführung – nämlich am Bodensee, einen anderen Aufführungsort gab es ohnehin nicht. Also wurden auf zwei Kräne im Gondelhafen das Bühnenbild auf dem einen und das Orchester auf dem anderen platziert.

Heute verfügt Bregenz über eine ganze Reihe ansehnlicher Veranstaltungsstätte, die allesamt zu den Festspielwochen Besucher aus der ganzen Welt anlocken. Unübertroffen aber ist die Seebühne: Was als Notlösung gedacht war, entpuppte sich als Erfolgsmodell. Vier Jahre später schon konnte dank einer großzügigen Spende eine Tribüne für 6400 Zuschauer eröffnet werden, es folgte ein Umbau 1979  und 1980 die Eröffnung des mit der Seebühne verbundenen Festspiel- und Kongresshauses. Jetzt waren die Festspielwochen unabhängig von der Witterung, denn bei Regen wich man kurzerhand ins Festspielhaus aus, das aber nur für rund 1700 Besucher Platz bot, die anderen musste nach Hause gehen. 1998 kam eine Werkstattbühne hinzu.

Die Seebühne hat seit 1979 einen gewaltigen Betonkern, der früher den Orchestergraben beherbergte. Heute sind hier die Solistengarderoben und Technikräume untergebracht. Das Orchester spielt seit 2005 im Festspielhaus, Bild und Ton werden auf die Seebühne übertragen. Auf rund 400 Holzpfählen, die um den Betonkern gruppiert sind, wird das Bühnenbild aufgebaut und neben den international umjubelten Inszenierungen sind es auch immer wieder die spektakulären Bühnenbilder, die den Erfolg der Festspiele mitbegründeten. Besonders das imposante Auge zu Puccinis „Tosca“ erlangte 2008 Weltruhm als Kulisse im Bond-Film „Ein Quantum Trost“.

Seit 1985 wechseln die Inszenierungen alle zwei Jahre, 2017/2018 stand Georges BizetsCarmen“ im Mittelpunkt, 2019/2020 wird es Guiseppe Verdis “Rigoletto” wiederum mit einem spektakulären Bühnenbild sein. /sis

Peter Paul Rubens – ein Leben für die Kunst (und das Geschäft)

Peter Paul Rubens – ein Leben für die Kunst (und das Geschäft)
Peter Paul Rubens – Selbstporträt

Im Mai 2018 war im Ausstellungshaus des Städel Museums in Frankfurt eine bedeutende Sonderausstellung mit etwa 100 Arbeiten – darunter 31 Gemälde und Zeichnungen – von Peter Paul Rubens (1577–1640) unter dem Titel „Rubens. Kraft der Verwandlung“ zu sehen. Weiterlesen

Was machen Barnaby und Co. anders als deutsche Kommissare?

Was machen Barnaby und Co. anders als deutsche Kommissare?
Die Briten wissen, wie man richtig gute Krimis macht – zum Beispiel “Inspektor Barnaby”. Das Bild zeigt DC Ben Jones (Jason Hughes), DCI Tom Barnaby (John Nettles), Joyce Barnaby (Jane Wymark) Foto: obs/ZDF

Seit in deutschen Krimis nur noch spektakuläre Fälle wie internationaler Menschen-, Drogen- und Waffenhandel, Terror und Fremdenfeindlichkeit oder organisierte Kriminalität thematisiert werden, steigen englische Krimis, allen voran Inspector Barnaby, unaufhaltsam in der Zuschauergunst. Warum ist das so? Weiterlesen